Zunächst wird die Erdgeschichte des hiesigen Raumes, angefangen von der Kohle- und Salzentstehung bis hin zu paläontologischen Fundstücken vorgestellt. Mittelpunkt dieser Abteilung ist eine Nachbildung des 1910 in Gronau entdeckten Schlangenhalssauriers.
Aus der Eiszeit stammen dann die ersten Funde menschlicher Hinterlassenschaften. Sie reichen von mittelsteinzeitlichen Feuersteinwerkzeugen über die Keramik und Geräte der ersten Bauern bis zur Römischen Kaiserzeit. Solche Funde aus dem Gronauer Stadtgebiet sind allerdings selten und nur wenige können sicher einem Fundort zugeordnet werden. Die meisten wurden schon während der großen Baumaßnahmen Ende des 19. Jh.s gefunden, als die Textilfabriken entstanden, und auch nur als Kuriositäten aufbewahrt. Aus dem Mittelalter stammt dann wieder eine größere Menge von Funden, vor allem Keramikgefäße. Vertreten ist dieses Zeitalter durch Gefäße des 12. bis 16. Jahrhunderts, wie sie für die ganze Region typisch sind. Über die frühesten menschlichen Besiedlungsspuren werden die Besucher/innen zu den ersten Anfängen der Entstehung Gronaus geleitet. Das Stadtmodell 'Gronau 1600' veranschaulicht die Entwicklung von der Wasserfeste zu einem Zufluchtsort für niederländische Protestanten vor dem Hintergrund der europäischen Religionskriege im 17. Jahrhundert.
Die damals verwurzelten niederländischen Einflüsse auf die Kultur, die Religion und die Wirtschaft dieser Stadt bilden auch den 'roten Faden' durch die weitere Ausstellung.
Während der industriellen Revolution, deren Anfänge ebenfalls in der Ausstellung dokumentiert sind, wurde Gronau vor allem durch niederländische Unternehmer geprägt.
Angefangen hat alles mit Webstühlen, die in den Häusern der Einwohner aufgestellt waren.
Aber schnell entwickelten sich riesige Fabriken, die auch bald auswärtige Arbeiter und ihre Familien anzogen. Gronau wuchs schnell zu einer "richtigen" Stadt.
Seit dieser Epoche hat Gronau sehr viele Veränderungen durchgemacht. Diese jüngste Geschichte Gronaus wird durch die historischen Fotografien im Obergeschoss wieder lebendig.
Das Drilandmuseum wird seit Mai 2003 vom Heimatverein Gronau betreut.
Der Eintritt ist frei.